Die häusliche Pflege älterer Menschen in Deutschland ist auf die Familienmitglieder nicht verzichtbar

Gemäß der Koalitionsvereinbarung ist es notwendig, die Belastung der familienpflegenden Angehörigen durch Lohnausgleich zu erleichtern. Es könnte sein, dass die Eltern in diesem Kontext als Vorbild dienen. Jedoch wird der Mangel an Fachkräften in der Pflegebranche dadurch allein nicht behoben, sagt Martina Röder, die Vorsitzende des Pflegerates in Thüringen.

Viele können oder möchten ihre Eltern oder Familienmitglieder nicht über längere Zeiträume hinweg pflegen. In diesem Zusammenhang zeigt die Koalitionsvereinbarung den Wunsch auf, finanzielle Entschädigungen für Familienangehörige bereitzustellen, die mit der Pflege aufhören müssen.

Die häusliche Altenpflege in Deutschland

Die häusliche Pflege älterer Menschen in Deutschland lässt sich nicht ohne die Beteiligung von Familienangehörigen vermeiden

Mit zunehmendem Alter in der Gesellschaft steigt der Anteil der Personen, die Pflege benötigen. Im Alter von 70-74 benötigt einer von zehn Personen Pflege, während im Alter von 90 acht von zehn Personen darauf angewiesen sind, laut dem Bundesamt für Statistik.

Es wird vermutet, dass die Kosten für die häusliche Pflege geringer sind als die Kosten für die Pflege in Altersheimen, und die Zahlen deuten darauf hin, dass die durchschnittlichen Kosten für die Unterbringung in Altersheimen in Sachsen bei 2.387 Euro liegen.

Daniel, ein häuslicher Krankenpfleger seit zehn Jahren in Leipzig, betont, dass die häusliche Pflege nicht ohne die Unterstützung von Familienmitgliedern erfolgen kann.

Die vorgeschlagene Idee besteht darin, Entschädigungen für Familienmitglieder anzubieten, die ihre Arbeit aufgeben, um zu pflegen. Diese Idee wird von der Christlich Demokratischen Union und der Christlich-Sozialen Union unterstützt.

Tino Sorge, der Sprecher für Gesundheitspolitik im Parlament, hat das Thema erneut aufgeworfen.

Martina Röder sieht die Idee als positiv an, stellt jedoch fest, dass es einen starken Mangel an Fachkräften in der Pflege gibt, der nicht in naher Zukunft behoben werden kann.

Sabine Krönert ist der Meinung, dass es in vielen Ländern normal ist, dass Familienmitglieder ihre Angehörigen pflegen. Sie betrachtet diejenigen, die arbeiten und ihren Lebensunterhalt finanzieren, als nicht in der Lage, ihre Arbeit für die Pflege zu unterbrechen.

Daniel weist darauf hin, dass Familienmitglieder oft ihre persönlichen Bedürfnisse bei der Pflege vernachlässigen, was zu Fehlern oder sogar Gewalt führen kann. Daher ist die Bereitstellung von Schulungen und Unterstützung für Familienangehörige für alle von grundlegender Bedeutung.

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